Installation von Moodle

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Hinweis: Sie sind auf den Seiten der Moodle 1.9 Dokumentation. Die Dokumentation der aktuellsten Moodle-Version finden Sie hier: Installation von Moodle.

Diese Anleitung beschreibt, wie Sie vorgehen, wenn Sie Moodle erstmalig installieren. Einige der Installationsschritte werden sehr detailliert beschrieben und versuchen die meisten üblichen Webserver-Einstellungen zu behandeln. Daher erscheint dieser Artikel vielleicht lang und kompliziert. Aber: Keine Panik! Wenn Sie den Installationsprozess einmal verstanden haben, installieren Sie Moodle in wenigen Minuten.

Lesen Sie diese Seite aufmerksam durch - die meisten Probleme werden in diesem Text behandelt. Wenn Sie dennoch nicht weiter wissen, können Sie in der Moodle-Community um Hilfe bitten: Nutzen Sie dazu das Installationsforum im Kurs Using Moodle auf moodle.org.

Eine andere Möglichkeit ist, jemanden dafür zu bezahlen, dass er Ihnen eine Moodle-Installation aufsetzt und betreut (z.B. Moodle-Hosting). Dann können Sie den nachfolgenden Artikel ignorieren und direkt mit der Nutzung von Moodle beginnen.

Voraussetzungen

Moodle wird hauptsächlich auf dem Betriebssystem Linux mit einem Apache-Webserver, MySQL-Datenbank und PHP (auch bekannt als LAMP-Plattform) entwickelt. Es ist ebenso getestet unter den Betriebssystemen Windows XP/2000/2003 (WAMP), Solaris 10 (Sparc and x64), Mac OS X und Netware 6, und es werden auch andere Datenbanken (PostgreSQL, Oracle und Microsoft SQL-Server) unterstützt.

Grundlegende Voraussetzung für ein Moodle-System sind folgende:

Hardware

  • Plattenspeicher: 160 MB frei (Minimum). Darüberhinaus benötigen Sie weiteren Platz, um Ihre Materialien zu speichern.
  • Speicher: 256MB (Minimum), 1GB (empfohlen). Als allgemeine Faustregel gilt: Moodle kann 50 Nutzer pro 1 GB RAM gleichzeitig unterstützen, aber das hängt auch von Ihrer individuellen Software- und Hardwarekombination ab. Wenn Sie Ihr Moodle von einem Provider hosten lassen, hängt es auch von dessen Konfiguration von PHP und MySQL ab. Dies kann auch die Zahl der Nutzer, die Moodle unterstützen kann einschränken, siehe Nutzerkapazitäten.

Software

  • Webserver Software: Meistens wird Apache benutzt, aber Moodle sollte mit jeder Webserver-Software funktionieren, die PHP-Unterstützung anbietet (z.B. Microsoft IIS unter Windows).
  • PHP: Derzeit gibt es zwei Versionen: PHP4 und PHP5, siehe PHP-Versionen für Moodle. Bitte beachten Sie, dass es Besonderheiten bei der Kombination Moodle und PHP-Accelerator gibt.
  • Datenbankserver: MySQL oder PostgreSQL werden direkt unterstützt und für Moodle empfohlen. MySQL ist die Wahl für die meisten Installationen, weil es so verbreitet ist, aber es gibt einige Argumente für die Nutzung von PostgreSQL, speziell, wenn große Moodle-Systeme mit vielen Beutzern zu erwarten sind. Die minimale Version für MySQL ist 3.32. Bitte beachten Sie, dass MySQL 4.1.16 die minimale Version für die Unterstützung von Moodle 1.6 ist (viele Linux-Distributionen installieren eine ältere Version, kontrollieren Sie die Version, wenn Sie planen, die Version 1.6 zu installieren).

Die meisten Provider erfüllen bereits diese Voraussetzungen. Wenn Sie einen Vertrag haben, der nicht die Voraussetzungen erfüllt, sprechen Sie mit Ihrem Anbieter, um ggf. eine Lösung zu finden oder einen Providerwechsel anzugehen.

Wenn Sie Moodle auf Ihrem eigenen Computer installieren wollen, dann schauen Sie sich die entsprechenden system-spezifischen Anleitungen an, die im Artikel Dokumentation für Administratoren aufgelistet sind.

Dateien herunterladen und an den richtigen Ort kopieren

Es gibt zwei Möglichkeiten, um an Moodle heranzukommen:

Diese beiden Vorgehensweisen sind ausführlich in der Download-Seite beschrieben: http://download.moodle.org/

Nach dem Herunterladen und Auspacken des Pakets bzw. nach dem Checkout vom CVS sehen Sie ein Verzeichnis moodle, das viele Unterverzeichnisse und Dateien enthält. Bei Interesse können Sie Details im Artikel Moodle-Verzeichnis nachlesen.

Sie können das gesamte Verzeichnis in das Dokumenten-Verzeichnis Ihres Webservers verschieben, in diesem Fall wird die Moodle-Seite über http://yourwebserver.com/moodle aufgerufen, oder sie kopieren alles direkt in das Hauptverzeichnis des Webservers, um so die Moodle-Seite direkt über http://yourwebserver.com zu erreichen.

Tipp: Wenn Sie das Moodle-Archiv auf Ihren PC herunterladen und dann auf den Webserver hochladen möchten, ist es besser, das Archiv erst auf dem Webserver auspacken zu lassen. Die meisen Anbieter bieten dafür eine Weboberfläche an (z.B. 1und1).

Server für Moodle einrichten

Bevor Sie Moodle installieren, müssen Sie Ihren Webserver entsprechend konfigurieren. Außerdem müssen Sie eine leere Datenbank und ein Datenverzeichnis anlegen, in dem Moodle alle Daten und Materialien speichern kann. Wie das funktioniert wird im folgenden beschrieben.

Webserver-Konfigurationsdatei httpd.conf

Damit Moodle richtig funktioniert, müssen eine Reihe von Webserver-Einstellungen vorgenommen werden. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie im Artikel Webserver-Konfiguration.

PHP-Konfigurationsdatei php.ini anpassen

Damit Moodle richtig funktioniert, müssen eine Reihe von PHP-Einstellungen angepasst werden. Im Artikel PHP-Versionen für Moodle finden Sie detaillierte Informationen über die nötigen Einstellungen für die jeweiligen Moodle-Versionen.

Alternativen zu httpd.conf und php.ini

Wenn Sie keinen direkten Zugriff auf die Dateien httpd.conf oder php.ini Ihres Webservers haben, oder wenn Sie auf Ihrem Server außer Moodle weitere Web-Anwendungen mit u.U. anderen Konfigurationseinstellungen betreiben, dann können Sie als Alternative eine Datei .htaccess anlegen.

Moodle-Datenbank anlegen

Als nächstes müssen Sie in Ihrem Datenbanksystem eine leere Datenbank (z.B. mit dem Namen: "moodle") und einen speziellen Nutzer (z.B. "moodleuser") erzeugen, der Vollzugriff auf diese (und nur diese!!!) Datenbank hat. Für eine Moodle-Testinstallation auf einem Testserver kann man auch den Nutzer "root" verwenden, aber für ein produktives System sollte das niemals gemacht werden: Wenn ein Hacker es schafft, Ihr Passwort zu erraten, ist das gesamte Datenbanksystem in Gefahr, nicht nur die Moodle-Datenbank Ihres Datenbanksystems.

Detaillierte Informationen finden Sie im Artikel Moodle-Datenbank.

Moodle-Datenverzeichnis anlegen

Moodle braucht außerdem ein Verzeichnis, um hochgeladene Dateien wie z.B. Kursdateien oder Benutzerbilder zu speichern.

Das Moodle-Installationsskript versucht normalerweise, ein solches Verzeichnis anzulegen. Falls dies nicht funktioniert, müssen Sie dieses Verzeichnis manuell anlegen.

Sicherheitshinweis: Aus Sicherheitsgründen sollte dieses Verzeichnis nicht direkt über den Webserver erreichbar sein. Der einfachste Weg ist der, ein Verzeichnis außerhalb des Webserver-Verzeichnisses auszuwählen (das ist das Verzeichnis, auf das der erste Teil Ihrer Moodle-URL - bis zum ersten / - zeigt, z.B. in http://IhreDomäne.com/moodle/admin/cron.php ist es http://IhreDomäne.com/).

Wenn Sie das Moodle-Datenverzeichnis nicht schützen, kann sich jeder als ein beliebiger Nutzer Ihres Moodle-Systems ausgeben (auch als Administrator!!!), und all Ihre Materialien sind über das Internet frei zugreifbar.

Im Artikel Moodle-Datenverzeichnis finden sie detaillierte Informationen zu Sicherheitsaspekten und zum Anlegen eines solchen Verzeichnisses über cpanel oder mittels der Moodle-Konfigurationsdatei config.php.

Installationsprozess starten

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Moodle zu installieren: Die meisten Administratoren verwenden das Installationsskript. Ab Moodle 2.0 kann man Moodle auch von der Kommandozeile aus installieren.

Installationsskript verwenden

Wenn Sie das Installationsskript install.php verwenden möchten, rufen Sie die folgende URL im Browser auf:

  http://IhrServer/moodle/install.php

(Das Installationsskript setzt ein Session-Cookie. Wenn Sie eine Popup-Warnung bekommen, akzeptieren Sie das Cookie!)

Das Skript führt Sie durch den gesamten Installationsprozess. Dabei wird die Konfigurationsdatei config.php von Moodle erzeugt, alle Tabellen in der Moodle-Datenbank angelegt, das Nutzerkonto für den Hauptadministrator angelegt und eine Reihe von Konfigurationseinstellungen für die Moodle-Installation, insbesondere für die Startseite vorgenommen. Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Artikel Installationsskript.

Von Kommandozeile aus installieren

Moodle2.0

Diese Variante funktioniert genau so einfach wie die Installation unter Verwendung von Installationsskript und Webbrowser.

Wechseln Sie zunächst in das Moodle-Verzeichnis Ihres Webserver-Verzeichnisses, in dem die PHP-Skripte von Moodle gespeichert sind, und dann in das Unterverzeichnis admin, also z.B.

  $cd /var/www/html/moodle/admin

Dann rufen Sie das folgende (lange) Kommando auf:

  $php cliupgrade.php --lang=en --webaddr=http://www.example.com --moodledir=/var/www/html/moodle 
                   --datadir=/var/moodledata --dbtype=mysql --dbhost=localhost --dbname=moodle 
                   --dbuser=root --prefix=mdl --verbose=1 --interactivelevel=2 

Nähere Informationen, insbesondere zur Bedeutung der einzelnen Optionen finden Sie im Artikel Installation von Kommandozeile. Beachten Sie, dass Sie die Werte für die einzelnen Optionen entsprechend Ihrer Serverkonfiguration anpassen müssen.

Abschließende Aufgaben

Cron-Job einrichten

Moodle muss im Hintergrund regelmäßig einige Aufgaben ausführen (z.B. Versenden von Forumsbeiträgen als E-Mail, automatische Kurssicherung, usw.). Verantwortlich dafür ist das Cron-Skript admin/cron.php, das Sie zu bestimmten Zeiten am Tag ausführen lassen können. Dazu müssen Sie einen Cron-Job einrichten. Detaillierte Informationen dazu finden Sie im gleichnamigen Artikel.

Automatische Kurssicherung konfigurieren

Informationen dazu finden Sie im Artikel Automatische Kurssicherung.

Neuen Kurs anlegen

Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Moodle-Installation! Sie können nun Ihren ersten Kurs anlegen und anfangen zu moodlen!

Siehe auch