Nutzer hochladen

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Hinweis: Sie sind auf den Seiten der Moodle 1.9 Dokumentation. Die Dokumentation der aktuellsten Moodle-Version finden Sie hier: Nutzer hochladen.

Zu finden unter: Website-Administration > Nutzer/innen > Nutzerkonten > Nutzer/innen hochladen


Die Seite "Nutzer/innen hochladen" bietet dem Administrator eine einfache und dennoch leistungsfähige Möglichkeit Nutzerdaten in Moodle zu importieren. Moodle legt für jeden Nutzer aus der Textdatei ein Benutzerkonto an und - falls erwünscht - können so auch Nutzer in Kurse eingeschrieben und Gruppen zugeordnet werden.

  • Hinweis: Gerade in den letzten Moodle Versionen sind eine Vielzahl von Authentifizierungsmethoden hinzugekommen, um den manuellen Administrationsaufwand bei Kurseinschreibungen möglichst gering zu halten (s.a. Linkliste am Ende des Artikels)

Aufbau der Import-Textdatei

Nutzerkonten: Nutzer/innen hochladen

Über eine einfache Textdatei können Nutzer/innen importiert, in Kurse eingeschrieben und Gruppen zugeordnet werden.

Wenn Sie Benutzerkonten mittels eines Textdatei-Imports anlegen wollen, so muss die Textdatei folgende Kriterien erfüllen:

  • Jede Zeile der Datei enthält einen Datensatz.
  • Jeder Datensatz ist eine Aneinanderreihung von Datenfeldern, die durch ein Trennzeichen (Komma, Semikolon, Doppelpunkt oder Tab) getrennt sind.
  • Die erste Zeile der Datei muss die Feldnamen enthalten. Die Zuordnung der Datenfelder in den folgenden Zeilen erfolgt entsprechend dieser Abfolge von Feldnamen.


Pflichtfelder: Datentypen/-größen
Pflichtfelder: Diese Felder müssen in der Liste der Felder im ersten Datensatz aufgeführt sein und für jeden Nutzer definiert werden:

username, password, firstname, lastname, email

Hinweis: Für die Felder username, password, and email wird eine Gültigkeitsprüfung durchgeführt. So darf username nur alphanumerische Zeichen und keinen Unterstrich enthalten. Ein Punkt im Namen ist zulässig. Der Inhalt des Feldes password sollte die im Wiki-Artikel Kennwortregeln festgelegten Anforderungen erfüllen. E-Mail Adressen müssen eine gültige E-Mail Adressstruktur aufweisen.


Optionale Felder: Datentypen/-größen
Optionale Felder: Diese Felder kann man auch weglassen, dann gelten die allgemeinen Voreinstellungen.

institution, department, city, country, lang, auth, timezone



Ergänzende Felder: Datentypen/-größen
Ergänzende Felder. Die Kursnamen sind die Kurzbezeichnungen der Kurse in die - wenn sie existieren - die Nutzer/innen als Studenten eingeschrieben werden. Der Spracheintrag für Deutsch lautet 'de'. Der Kursname 'course' ist die Kurzbezeichnung für den Kurs. Wird dieser angegeben, wird der/die Nutzer/in automatisch in den Kurs eingetragen. Die Nummerierung der Gruppen entspricht der Nummerierung der Kurse, also course1 zugeordnet group1.

idnumber, icq, phone1, phone2, address, url, description, mailformat, maildisplay, htmleditor, autosubscribe), course1, course2, course3, course4, course5, group1, group2, group3, group4, group5, role1, role2, role3, role4, role5


Moodle1.8

Nutzerspezifische Felder (user profile field): Ab der Moodle Version 1.8 besteht die Möglichkeit, zusätzliche nutzerspezifische Felder anzulegen (s.a. User profile fields). Auch diese können über die Importfunktionalität geladen werden. In der Feldnamensliste in der ersten Datenzeile darf man hierbei allerdings nicht den Feldnamen des nutzerspezifischen Feldes angeben, sondern man muss ein profile_field_ vor den Feldnamen setzen, damit dieser beim Import richtig verarbeitet wird.
Bsp: Zusätzliches Nutzerfeld sei gelbwurst, dann müßte der Feldname in der ersten Datenzeile profile_field_gelbwurst lauten.


Erläuterungen zur Verwendung der Felder

  • Kommas in den Daten sollten als &#44 codiert werden, das Skript wandelt sie wieder in Kommas um.
  • Für Boolesche Felder wird eine 0 für Falsch und eine 1 für Wahr verwendet.
  • Types wurde bei älteren Moodle-Versionen verwendet, um Moodle mitzuteilen, ob der Nutzer als student oder teacher, etc. in einen bestimmten Kurs eingeschrieben werden soll. Z.B. ist type2 course2 zugeordnet. 1 = Student, 2 = Editing Teacher, und 3 = Non-editing Teacher. Wenn type kein Wert zugewiesen wird, oder kein Kurs zugeordnet werden kann, wird der Nutzer standardmäßig als student angelegt. Seit der Einführung von Rollen in Moodle 1.7 gibt es mit role einen neuen (besseren) Feldbezeichner für Rollenzuweisungen. Als Werte für role können die Rollen-ID oder die Kurzbezeichnungen der Rolle (z.B. student, trainer, etc.) verwendet werden.
  • Änderung des Passworts erzwingen: Wenn Sie den Nutzer dazu veranlassen möchten, dass er sein Initialpasswort verändern muss, so setzen Sie das Passwortfeld des Nutzers auf changeme.
  • E-Mails deaktivieren: Dazu muss der Parameter emailstop auf 1 gesetzt werden. Wird der Parameter auf 0 gesetzt, ist die E-Mailadresse aktiv. Wird der Parameter nicht spezifiziert, so gilt als Standardeinstellung, dass alle E-Mail-Adressen eingeschaltet sind. (Hintergrund: Bei Verwendung von Pseudo E-Mail Adressen ist es sinnvoll, den Parameter emailstop zu setzen, um Fehlermeldungen zu vermeiden.)
  • Kurse werden durch ihre Kurzbezeichnung zugeordnet.
  • Anmerkung: Wenn ein Nutzer bereits in der Moodle-Nutzerdatenbank registriert ist, wird er für die neu angegebenen Kurse als Teilnehmer eingetragen, OHNE dass die anderen Daten aktualisiert werden.

Beispiele für Import-Dateien

Beispiel 1

username, password, firstname, lastname, email, lang, idnumber, maildisplay, course1, group1, type1<br />
jonest, verysecret, Tom, Jones, jonest@someplace.edu, en, 3663737, 1, Intro101, Section 1, 1<br />
meyer, geheim, Hans, Meyer, meyer@irgendwo.de, de, 6736733, 0, Fortgeschrittene202, Abteilung 3, 3

Wie oben beschrieben, werden im ersten Datensatz die Namen der Felder aufgeführt, denen in den folgenden Datensätzen - hier sind es zwei - die Werte zugewiesen werden. (Nach Upload users help file.)

Beispiel 2

Beispiel 2: Vorschau Nutzer-Upload
username; password; firstname; lastname; country; email; emailstop; course1; role1; course2; group2; role2<br />
test1; geheim; tim; test1; DE; tim@email.de; 1; test_080208; student; SVW-Kollegium; Testgruppe; teacher<br />
test2; changeme; tom; test2; NL; tom@email.nl; 0; test_080208; teacher; SVW-Kollegium; Testgruppe 2; student

Bei diesem Beispiel werden Möglichkeiten ausgenützt, die spätestens ab Moodle 1.9 implementiert sind. Nach dem Hochladen der Datei würde Moodle folgende Bestätigung zurückmelden:

Nutzer test1: Eingetragen in "test_080208" als "student", eingetragen in "SVW-Kollegium" als "teacher", zur Gruppe Testgruppe hinzugefügt
Nutzer test2: Eingetragen in "test_080208" als "teacher", eingetragen in "SVW-Kollegium" als "student", zur Gruppe Testgruppe 2 hinzugefügt
Beim ersten Nutzer test1 wird durch Setzen von
emailstop
auf 1 (=WAHR), die E-Mail Adresse deaktiviert. Beim zweiten Nutzer test2 ist die E-Mail Adresse dagegen aktiviert (emailstop=0). Bei test2 wurde der Wert des Felds
password
auf "changeme" gesetzt. Dieser Wert hat eine besondere Bedeutung, er hat zur Folge, dass nach dem ersten Anmeldevorgang von test2, dieser zunächst als Passwort
changeme
eingeben muss, dann aber zur unmittelbaren Änderung des Passworts aufgefordert wird.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass beim zweiten Beispiel das Semikolon als Trennzeichen verwendet wurde und Sie die Zeilenumbrüche aus dem obigen Beispiel übernommen haben (zuletzt getestet für Version 1.9.4).

Aktualisierung existierender Nutzerkonten

Standardmäßig geht Moodle davon aus, dass der Administrator beim Hochladen einer Importdatei mit Nutzer-Datensätzen, neue Nutzerkonten anlegen will. Datensätze der Importdatei, die Übereinstimmungen zu existierenden Nutzerkonten zeigen, werden deshalb beim Import übersprungen.

Man kann aber diese Voreinstellung so abändern, dass bestehende Nutzerkonten mit den Importdaten aktualisiert werden. In Moodle 1.9-Versionen erscheint eine Seite mit diversen Einstellungsmöglichkeiten, nachdem man die Importdatei ausgewählt und hochgeladen hat. Unter Einstellungen> Upload Typ gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:

  1. Neue hinzufügen, vorhandene Nutzer/innen überspringen (Voreinstellung)
  2. Alle hinzufügen, bei Bedarf einen Zähler beim Nutzernamen anhängen
  3. Neue hinzufügen, vorhandene Nutzer/innen aktualisieren
  4. Nur vorhandene Nutzer/innen aktualisieren
Beim Aktualisieren können auch die Nutzernamen geändert werden. Dazu muss
Umbenennen zulassen
auf "Ja" gesetzt werden und in den Datensätzen muss ein Feld
oldusername
enthalten sein.

Achtung: Alle Fehler beim Aktualisierungsprozess können für die Nutzer schwerwiegende Folgen haben. Bei einem Aktualisierungs-Update ist größte Sorgfalt geboten!

Zeichenkodierung

In Moodle 1.7 und 1.8 musste die Zeichenkodierung beim Import UTF-8 sein.

Moodle1.9 Ab der Moodle Version 1.9 kann die Zeichenkodierung über ein Dropdown-Menüfeld komfortabel aus einer großen Auswahlliste ausgewählt werden.

Tipps

Tabellenkalkulation

Wird zur Erstellung der Importdatei ein Tabellenkalkulationprogramm, wie z.B. Excel, verwendet, sollte die .csv-Datei vor dem Hochladen mit einem Texteditor geladen und kontrolliert werden. Vergleichen Sie die Textdatei mit den Beispielen auf dieser Hilfeseite. Zeichenkodierung und Trennzeichen (Komma, Semikolon oder Tab) sollten dem Muster der Beispiele entsprechen.

Land

Das Land muss als Zweibuchstaben-Code in Großbuchstaben angegeben werden, z.B. DE für Deutschland, oder CH für die Schweiz. Die Verwendung von kleinen Buchstaben würde zu einer Fehlermeldung resultieren.

Tipp: Falls Sie sich über den Ländercode unsicher sind, können Sie dies in der Moodle-Quellcodedatei countries.php nachschauen.

Fantasie-E-Mailadressen

Nicht selten erstellt ein Administrator eine Import-Datei zum Hochladen von Nutzern mit Hilfe von Datensätzen einer Institution, die keine E-Mail-Adressen enthalten. Die Angabe einer E-Mail Adresse ist aber bei Moodle obligatorisch.

Hier kann man sich behelfen, indem man künstliche E-Mail Adressen generiert, z.B. durch die Zeichenketten-Verkettungsfunktion eines Tabellenkalkulationsprogramms. Diese E-Mail Adressen sollten nach Möglichkeit kein zweites Mal in der Moodle-Datenbank vorkommen und sie sollten den für E-Mail Adressen typischen Aufbau folgen, z.B. xxx@yyy.de .

Eine Fantasie-E-Mail Adresse hat natürlich den großen Nachteil, dass jeder Versuch eine E-Mail an diese Adresse zu schicken, zu einer Fehlermeldung führt oder bei einem falschen Empfänger landet. Aus diesem Grund sollten Fantasie-E-Mail Adressen immer mit
emailstop
deaktiviert werden. (s.a. Beispiel 2 oben)

Glossar

Eine .csv-Datei (comma/character separated values) ist eine einfache Textdatei (ASCII oder Unicode), in der die Daten meistens durch Kommas getrennt sind.

Ein Texteditor ist ein Programm zur Erstellung von unformatiertem Text, nicht zu verwechseln mit einer Textverarbeitung, wie z.B. Microsoft Word. Einfache Texteditoren werden bei den meisten Betriebssystemen kostenlos mitgeliefert. Unter Windows können sie das Programm Editor im Programmordner Zubehör als Texteditor verwenden.

Siehe auch

Diskussionsbeiträge im Moodle Forum: