Was man als Trainer tun sollte

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Wir arbeiten aktuell daran, die neuen Funktionalitäten von Moodle 3.7. zu dokumentieren.

Ermutigen Sie Ihre Teilnehmer/innen, gemeinsam zu lernen.

Moodle ist nicht einfach "Text, Bilder und Links". Hinter Moodle steckt vielmehr eine Philosophie, die davon ausgeht, dass Lernen insbesondere dann effektive ist, wenn man etwas für andere "konstruiert". Moodle wurde mit dem Gedanken der Kollaboration im Hinterkopf "geboren".

Ermutigen Sie Ihre Teilnehmer/innen, Moodle gemeinsam zu erleben und zu nutzen - nicht wie ein Buch, das online verfügbar ist, sondern als Mitglieder einer aktiven, sich ständig weiter entwickelnden Lerngemeinschaft.

Das bedeutet, dass Sie in Ihrem "Job als Trainer/in" wechselnde Rollen haben können: Einerseits sind Sie "Wissensträger/in und -vermittler/in", andererseits sind Sie "Gruppenleiter/in", der die (Lern-) Kultur beeinflusst, Sie bauen ein persönliches Verhältnis zu den einzelnen Lernenden auf und gehen auf deren individuelle Lernbedürfnisse ein, Sie sind "Moderator/in" von Diskussionen und Aktivitäten, so dass die Gruppe die gesteckten Lernziele erreicht.

Regen Sie Ihre Teilnehmer/innen an, sicherheitsbewusst zu handeln.

Die Teilnehmer/innen sollten darauf achten, welche persönlichen Informationen Sie im Netz preisgeben, egal auf welcher Website, und das gilt auch für Moodle. Ermutigen Sie sie, Ihren gesunden Menschenverstand zu nutzen.

Beginnen Sie "klein", aber denken Sie "groß".

Wenn Sie neu in Moodle sind und keine Erfahrungen mit anderen Lernmanagementsystemen haben, dann beginnen Sie am besten mit etwas ganz einfachem, wie z.B. dem Anlegen einer Textseite, die den Kursinhalt kurz beschreibt und Links zu geeigneten Online-Quellen enthält. Nutzen Sie diese "einfachen" Moodle-Möglichkeiten, so lange, wie Sie sich damit wohl fühlen. Wenn Ihre Anforderungen und Bedürfnisse wachsen, können Sie später andere Arbeitsmaterialien oder Aktivitäten bereitstellen: z.B. ein kleines Forum, um aktuelle Themen oder Entwicklungen Ihres Fachgebiets zu diskutieren.

Moodle ist sehr robust und kann auch Neulinge "gut bewältigen". Das oben beschriebene "Sich-Schritt-für-Schritt-Herantasten" hilft Ihnen, und in ein paar Wochen werden Sie "moodeln wie ein Weltmeister"!

Speichern, speichern, speichern!

Bitte speichern Sie Ihre Arbeit alle fünf bis zehn Minuten. Gewöhnen Sie sich das an, BEVOR Ihr Browser "mittendrin" abstürzt, dann verlieren Sie nie mehr als die Arbeit von ein paar Minuten! Fordern Sie Ihre Teilnehmer/innen auf, dasselbe zu tun. Sie werden schnell frustriert, wenn sie die Ergebniss von 30-40 Minuten Arbeit verlieren. Sie können sogar die Nutzung eines Kurzzeitweckers zur Erinnerung empfehlen!

Zeigen Sie den Teilnehmer/innen, was Sie als Trainer/in in den Logdaten sehen.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Teilnehmer/innen verstehen, dass Sie als Trainer/in in den Logdaten sehen können, wie sich Ihre Teilnehmer/innen im Kurs bewegen und was sie getan haben. Zeigen Sie ihnen einige Beispiel-Logdaten und Berichte.

Geben Sie Ihren Kursinhalten kurze, hilfreiche Beschreibungen.

Wenn Ihre Teilnehmer/innen an Arbeitsmaterial oder eine Aktivität anklicken, hilft es ihnen sehr, wenn sie nicht nur den Namen, sondern auch eine kurze, beschreibende Information sehen. Viele Trainer/innen übergehen diese Beschreibung beim Anlegen eines Arbeitsmaterials oder einer Lernaktivität, aber es kostet Sie nur wenige Minuten, und für Ihre Teilnehmer/innen ist es hilfreich und ein Zeichen Ihrer Wertschätzung.

Schützen Sie Ihren Kurs mit einem Kursschlüssel.

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kurs von jedem besucht werden kann (das ist möglich, aber normalerweise nicht der Fall), dann vergeben Sie einen Kursschlüssel. Dieser Schlüssel stellt sicher, dass nur Ihre Teilnehmer/innen Zugang zum Kurs erlangen können - der Schlüssel muss einmalig beim Einschreiben in den Kurs angegeben werden.

Wenn nötig, können Sie den Schlüssel ändern, nachdem sich Ihre Teilnehmer/innen eingeschrieben haben. Dann kann der ursprüngliche Schlüssel nicht zu einem späteren Zeitpunkt missbraucht werden.

Ermutigen Sie Ihre Teilnehmer/innen, nachzudenken bevor sie Beiträge abschicken.

Viele, insbesondere jüngere Teilnehmer/innen haben eine sehr lockere Herangehensweise an das Schreiben von Beiträgen in einem Forum. Das liegt vermutlich an ihren zahlreichen Online-Aktivitäten unter Freunden. Vielleicht wünschen Sie sich genau diese lockere Herangehensweise, häufiger werden Sie jedoch im Lehr-Lern-Kontext eine Kommunikation innerhalb des Kurses anstreben, die mehr durchdacht ist. Ermutigen Sie Ihre Teilnehmer/innen, eine kritischere Haltung in Bezug auf Forumsbeiträge zu entwickeln. Verweisen Sie diesbezüglich auch auf die moodle-internen Hinweise zum sorgfältigen Lesen und Schreiben.

Verwenden Sie Überschriften.

Verwenden Sie Textfelder mit Texten und Überschriften anstelle von Einträgen im Standardeditorbereich ganz oben in jedem Kursabschnitt (beim Wochen- oder Themenformat). Dann haben Sie weniger Probleme, wenn Sie Teile Ihres Kurses wiederverwenden wollen: Beim Wiederherstellen eines Kurses durch Anhängen an einen bestehenden Kurs gehen Einträge im Standardeditorbereich eines Kursabschnitts verloren, während Texte und Überschriften wiederhergestellt werden.

Konfigurieren Sie Ihren Kurs, bevor Sie Inhalte aus anderen Kursen importieren.

Wenn Ihr Zielkurs so konfiguriert ist, dass er z.B. 10 Themen- oder Wochenabschnitte enthält, Ihr Quellkurs, den Sie importieren/wiederherstellen wollen jedoch 20 solcher Abschnitte enthält, dann weiß Moodle nicht, wie es damit umgehen soll. Die Inhalte werden zwar importiert, aber an welcher Stelle sie im neuen Kurs erscheinen, ist nicht unbedingt vorhersehbar. Wählen Sie deshalb die Kurseinstellungen Ihres Zielkurses so, dass sie mit den Kurseinstellungen des Quellkurses zusammenpassen.

Fordern Sie von Ihren Teilnehmer/innen Feedback zum Kurs ein.

Ihre Teilnehmer/innen sind Experten, die Ihnen sagen können, ob Ihr Kurs sinnvoll aufgebaut und nutzerfreundlich ist usw. Erbitten Sie konstruktives Feedback, was funktioniert und was nicht. Diese Rückmeldung werden Sie vielleicht "ein bisschen treffen", sie können aber sehr hilfreich sein. Sie können das Feedback mittels der Aktivitäten Abstimmung oder Feedback einholen. Moodle erlaubt es Ihnen, schnell und einfach auf diese Rückmeldungen zu reagieren und Ihren Kurs entsprechend anzupassen.

Nutzen Sie die Konfigurationseinstellungen zur Anzeige von Arbeitsmaterialien.

Wenn Sie als Arbeitsmaterial eine Textseite oder eine Webseite anlegen, die im Browser geöffnet wird, dann konfigurieren Sie das Arbeitsmaterial so, dass es in einem neuen Fenster angezeigt wird. Dann bleibt Ihre Kursseite im ursprünglichen Fenster geöffnet. Verwenden Sie bei der Konfiguration des Arbeitsmaterials auch die Einstellungen, die durch Klicken des Buttons Zusätzliche Felder anzeigen bereitgestellt werden. Hier können Sie z.B. einstellen, dass das Fenster in der Größe veränderbar sein soll und Scrollbalken zur Verfügung gestellt werden sollen.

Verwenden Sie eigene Bewertungsskalen.

Sie können Ihre eigenen Bewertungsskalen anlegen und diese bei der Bewertung von Forumsbeiträgen, Glossareinträgen und Aufgaben verwenden. Das kann sehr nützlich sein und richtig Spaß machen. Sie können sogar Ihre Teilnehmer beim Erstellen von eigenen Bewertungsskalen mit einbeziehen.

Tauschen Sie sich mit Kolleg/innen aus.

Tauschen Sie sich so oft wie möglich mit Kolleg/innen aus: Auf moodle.org, innerhalb Ihrer Einrichtung und überall, wo Sie andere Moodler treffen. Jeder wird andere Ideen haben und dadurch Ihre eigene Kreativität im Umgang mit Moodle anregen. Wenn Sie feststellen, dass etwas besonders gut funktioniert, geben Sie diese Erfahrung an andere weiter!

Halten Sie Ihre Teilnehmer/innen an, Betreffzeilen in Forumsbeiträgen zu ändern.

Es ist ein Zeichen von Freundlichkeit und Wertschätzung, die Betreffzeilen in Forumsbeiträgen sorgfältig zu wählen und insbesondere bei Antwortbeiträgen geeignet zu ändern. Das hilft den Teilnehmer/innen bei der Verfolgung von Online-Diskussionen. Dagegen ist es schwierig zu verstehen, worum es in einer Diskussion geht, wenn alle Beiträge Über Boboheißen. Einfacher dagegen wird es, wenn die Betreffzeilen etwa Bobo war ein Opfer, Ich mag Bobo, aber... und Das Land braucht Tausende Menschen wie Bobo! lauten.

Bemühen Sie sich ernsthaft, die Größe Ihrer Dokumente so klein wie möglich zu halten.

Arbeitsmaterialien und Aktivitäten, die direkt in Moodle angelegt werden (z.B. Textseiten), sind sehr klein und effizient für die Nutzung im Internet. Dagegen können andere Arten von Arbeitsmaterialien (z.B. Links auf PDF-Dateien, Digitalfotos oder Sounddateien) sehr stark in der Größe variieren. Achten Sie auf die Größe der hochgeladenen Dateien! Denken Sie daran, dass Ihre Teilnehmer/innen u.U. eine langsame Internetverbindung haben, wenn Sie auf Ihre Inhalte zugreifen. Speichern Sie also Ihre Dokumente immer im kleinstmöglichen Format.

Geben Sie den Links in Ihrem Kurs selbsterklärende Namen.

Oft ist es für Ihre Teilnehmer/innen hilfreich, wenn Sie den Links in Ihrem Kurs selbsterklärende Namen geben. Sie können z.B. einen Link auf ein PDF-Dokument, das den Lehrplan des Kurses enthält, wie folgt bezeichnen: Kurslehrplan - Adobe PDF - 130KB . Diese Bezeichnung gibt den Teilnehmer/innen eine Information über Zweck, Dateityp und Größe des Dokuments, sie teilt ihnen mit, welche Programme oder Anwendungen sie benötigen, um das Dokument lesen zu können, und wie lange das Herunterladen ungefähr dauert.

Siehe auch