Authentifizierungs-Plugins verwalten

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Authentifizierungsmethoden aktivieren

Als Administrator/in können Sie die systemweit verfügbaren Authentifizierungsmethoden wie folgt aktivieren:

  1. Klicken Sie unter Website-Administration (oder im Block Einstellungen > Website-Administration) > Plugins > Authentifizierung > Übersicht.
  2. Aktivieren Sie die gewünschten Authentifizierungsmethoden, indem Sie auf das entsprechende Auge-Symbol klicken (Auge geöffnet = Methode aktiviert, Auge geschlossen = Methode deaktiviert).
  3. Klicken Sie auf den Link Einstellungen der Authentifizierungsmethode, die Sie aktiviert haben.
  4. Nehmen Sie die Einstellungen für die Authentifizierungsmethode vor und klicken Sie abschließend auf den Button Änderungen speichern. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Einstellungen finden Sie in den Artikeln zur jeweiligen Authentifizierungsmethode.
  5. Konfigurieren Sie auf diese Weise alle aktivierten Authentifizierungsmethoden.

Sie können mehrere Authentifizierungsmethoden gleichzeitig aktivieren. Beim Login prüft die erste Methode in der Liste, ob Anmeldename und Kennwort richtig eingegeben wurden. Wenn das der Fall ist, wird die Person angemeldet. Wenn nicht, prüft die nächste Methode in der Liste, ob Anmeldename und Kennwort richtig eingegeben wurden. Die Methode, mit der sich die meisten Nutzer/innen authentifizieren, sollte also in der Liste am weitesten oben stehen.

Grundeinstellungen

Die Grundeinstellungen für alle Authentifizierungsmethoden werden von der Moodle-Administration unter Website-Administration (oder im Block Einstellungen > Website-Administration) > Plugins > Authentifizierung > Übersicht vorgenommen.

Neue Funktionalität
in Moodle 5.2!
Hinweis: Ab Moodle 5.2 sind einige der bisherigen Einstellungen auf die neue Seite Anmeldeeinstellungen umgezogen.

Nutzerkonten mit gleicher E-Mail-Adresse erlauben

Standardmäßig muss jedes Nutzerkonto in Moodle eine eindeutige E-Mail-Adresse haben. Wenn diese Checkbox aktiviert ist, dann können E-Mail-Adressen doppelt verwendet werden. Wir raten jedoch davon ab, doppelte E-Mail-Adressen zu erlauben, weil z.B. Kennwortänderungen in einem Nutzerkonto an die E-Mail-Adresse geschickt werden. Damit erfahren alle Personen, die Zugriff auf eine solche doppelte E-Mail-Adresse haben, evtl. das Passwort eines anderen Nutzerkontos.

Empfehlen Sie Ihren Nutzer/innen stattdessen, Mail-Aliase zu verwenden.

Accounterstellung während Authentifizierung verhindern

Wenn eine externe Datenbank (z.B. LDAP zur Authentifizierung verwendet wird, dann wird in Moodle ein neues Nutzerkonto angelegt, wenn sich eine Person zum 1. Mal in Moodle anmeldet. Wenn Sie das verhindern wollen, d.h. wenn Sie wollen, dass nur bestehende Nutzer/innen sich anmelden können, dann lassen Sie die Checkbox unmarkiert.

Gleichzeitige Anmeldungen begrenzen

Standardmäßig gibt es keine Begrenzung, von wie vielen verschiedenen Rechnern bzw. Browsern sich eine Person in Moodle anmelden kann. (Eine Übersicht über die gleichzeitigen Anmeldung liefert die Seite Browser-Sessions). Sie können jedoch die Zahl der gleichzeitigen Anmeldungen begrenzen. Sobald diese Grenze erreicht ist, wird die älteste Sitzung automatisch beendet und die Person abgemeldet.

Beachten Sie, dass diese Funktionalität nicht zusammen mit Single-Sign-On-Plugins funktioniert.

E-Mail-Domains vorgeben und E-Mail-Domains zurückweisen

Wenn Sie die E-Mail-basierte Selbstregistrierung als Authentifizierungsmethode verwenden, dann können Sie zulässige E-Mail-Domains angeben, so dass sich nur Nutzer/innen mit bestimmten E-Mail-Adressen (z.B. E-Mail-Adresse der Organisation) anmelden können. Oder Sie schließen bestimmte E-Mail-Domains aus, so dass sich Nutzer/innen mit solchen E-Mail-Adressen nicht in Ihrem Moodle anmelden können.

Wenn Sie mehrere Domains angeben wollen, trennen Sie die einzelnen Einträge durch Leerzeichen, z.B.

  hotmail.de yahoo.com

E-Mail-Domains bei Änderung prüfen

Wenn Sie das Häkchen aus dieser Checkbox entfernen, dann werden die E-Mail-Domains, die vorgegeben oder zurückgewiesen werden, nur bei der Registrierung geprüft. Später können Nutzer/innen die E-Mail-Adresse in ihrem Nutzerprofil ändern, ohne dass ein Prüfung auf die vorgegebenen bzw. zurückgewiesenen E-Mail-Domains erfolgt.

Nutzerdatenfelder zuordnen und sperren

Fast alle Authentifizierungsmethoden, die eine externe Quelle für die Nutzerdaten verwenden, erlauben es, diese externen Daten nach Moodle zu übertragen (z.B. Vorname, Nachname, E-Mail usw.) Im Bereich Datenzuordnung bei den Einstellungen der jeweiligen Authentifizierungsmethode können Sie festlegen, welche Nutzerdaten wann und wie übernommen werden.

Diese Einstellungen sind optional. Sie können ein Moodle-Datenfeld mit Informationen aus der externen Quelle füllen, indem Sie den Namen des zugehörigen externen Datenfelds eintragen. Wenn Sie das Moodle-Datenfeld leer lassen, wird keine Information aus der externen Quelle übernommen, stattdessen werden die Moodle-spezifischen Standardwerte für das jeweilige Datenfeld verwendet. In beiden Fällen können angemeldete Nutzer/innen diese Daten später in ihrem Nutzerprofil bearbeiten (es sei denn einzelne Felder sind für die Bearbeitung gesperrt - siehe unten).

Zusätzlich können Sie angeben, wie die Moodle-Datenfelder aktualisiert werden (und zwar in beide Richtung: von Moodle zur externen Quelle und umgekehrt) und ob einzelne Felder für die Bearbeitung gesperrt werden sollen:

  • Lokal aktualisieren: Das Moodle-Datenfeld wird aktualisiert, wenn sich das entsprechende Datenfeld in der externen Quelle ändert, und zwar:
    • Beim Anlegen - beim erstmaligen Anmelden in Moodle werden die Daten aus der externen Quelle nach Moodle kopiert; spätere Änderungen in der externen Quelle werden nicht nach Moodle übertragen.
    • Bei jedem Login - bei jedem Anmelden in Moodle wird geprüft, ob die Daten aus der externen Quelle mit den Daten in Moodle übereinstimmen. Wenn das nicht der Fall ist, werden die Daten in Moodle aktualisiert.
  • Extern aktualisieren: Das externe Datenfeld wird aktualisiert, wenn sich das entsprechende Moodle-Datenfeld ändert, und zwar:
    • Nie - die Daten der externen Quelle werden nie geändert; Änderungen in Moodle werden nicht in die externe Quelle übertragen.
    • Bei Aktualisierung - wenn die Daten in Moodle geändert wurden, werden diese Änderungen in die externe Quelle kopiert. Das entsprechende Moodle-Datenfeld darf nicht gesperrt sein. *Feld sperren: Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob Nutzer/innen das entsprechende Moodle-Datenfeld in ihrem Nutzerprofil bearbeiten können. Mögliche Optionen sind:
    • Bearbeitbar - die Nutzer/innen können dieses Datenfeld jederzeit bearbeiten.
    • Bearbeitbar, wenn Feld leer - die Nutzer/innen können dieses Datenfeld bearbeiten, wenn es leer ist.
    • Gesperrt - die Nutzer/innen können dieses Datenfeld nicht bearbeiten. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn die Nutzerdaten in der externen Quelle gepflegt werden.

Wenn Sie mehrere Authentifizierungsmethoden verwenden, dann gilt die Datenzuordnung gemäß den Einstellungen, die Sie für die jeweilige Authentifizierungsmethode vornehmen, genau für diese Methode. D.h. jede Authentifizierungsmethode hat ihre eigene Datenzuordnung und Sperrung von Datenfeldern.

Tipp: Testen Sie Ihre Einstellungen ausgiebig, insbesondere bei gesperrten Feldern mit geeigneten Testnutzerkonten für die jeweiligen Authentifizierungsmethoden.

Siehe auch